Archiv für den Monat: Oktober 2013

Kreativität gefragt – WG gesucht in Köln

Der Sommer ist vorbei, Badehose und Surfbrett verschwinden wieder im Keller und der Ernst des Lebens beginnt wieder: Die Uni. Mehrere Hundert Studenten zieht es daher in die großen Städte und auch Köln ist eine beliebte Adresse für Studienanfänger.

Doch damit beginnt auch gleichzeitig der Run auf preisgünstige Unterkünfte und noch vor Semesterbeginn wollen alle eine coole WG gesucht und auch gefunden haben. Hierfür gibt es in der Stadt am Rhein einige Topadressen, wie beispielsweise – Mülheim, Nippes und das Quartier Latäng. Dort haben schon viele Studis verzweifelt eine WG gesucht in Köln, da man hier nicht nur relativ günstig wohnen, sondern auch in den unzähligen Bars das eine oder andere Kölsch trinken kann.

Die Konkurrenz schläft nicht und deshalb muss man kreativ werden, wenn man in der Dom-Stadt eine geeignete Wohnung finden möchte. Hilfreich bei der WG-Suche sind die einschlägigen Internetseiten, wo schon Einige eine passende WG gesucht haben. Doch die teilweise anstrengende WG-Suche hat auch etwas für sich. Dabei kann man die rheinischen Frohnaturen in ihrem Zuhause bestens kennen lernen. Einige Studenten haben schon berichtet, dass sie eine WG gesucht und gleichzeitig viele neue Freundschaften gefunden haben. Somit ist das eine gute Gelegenheit, um sich nicht komplett alleine in einer neuen Stadt zu fühlen. Und falls es bei WG Nr. 1 nicht geklappt hat, haben die oft einen Tipp, wo noch Mitbewohner oder WGs gesucht werden. Also dranbleiben und durchhalten, irgendwann ist für jeden das richtige Angebot dabei!

Schrebergärten spießig? Das war einmal!

Schon vor etwas länger Zeit, schrieb die selbige (Wochenzeitschrift: Die Zeit), dass Schrebergärten nicht mehr als spießig gelten könnten. Vor allem junge Großstädter würden die kleinen Gärten mit ihren Hütten und Hecken als Rückzugsorte zurückerobern. Selbst der Bundesverbands Deutscher Gartenfreunde bestätigte den Trend in den besagten Artikel aus dem Jahre 2011. Für mich lass sich der Beitrag von Julia Kimmerle damals, ganz offen gesagt, mehr wie ein Werbebotschaft der Kleingärtner, also ignorierte ich das Thema, und die Entwicklung in Richtung junge Schrebergarten Fans konnte ich in Köln ebenfalls nicht unmittelbar feststellen.

Mittlerweile sehe ich es anders, und muss sagen, Julia hatte damals tatsächlich recht. Seit Mitte 2012 lerne ich immer mehr Menschen kennen, junge Menschen, die gerne die kleinen Gärten ihrer Großeltern mit bewirtschaften, oder sie auch schon vollkommen selbst übernommen haben. Genau wie damals beschrieben, wollen die Leute Veränderungen im kleinen selbst beginnen. Ganz nach dem Motto: „der stete Tropfen höhlt den Stein“ bauen junge Städter Bio-Gemüse an, verwenden natürliche Materialen, wie z.B. solches Holz, was sie zum Bau der eigenen Gartenhütte einsetzen. Dabei sind edle Hölzer sehr beliebt. Die Menschen setzen wieder auf Nachhaltigkeit. Auch scheint sich ausmachen zu lassen, dass auch die Beratung sowie der Kauf beim Fachmann wieder en vogue zu sein scheint, wie man so schön sagt. Billigholz ist out, könnte man auch sagen.

Alten Gartenhütten werden immer beliebter. Vielen werden aufwendig renoviert und modernisiert. Bildquelle: www.flickr.com / Benjamin Busche

Alten Gartenhütten werden immer beliebter. Vielen werden aufwendig renoviert und modernisiert. Bildquelle: www.flickr.com / Benjamin Busche

Das dies Sinnvoll ist, bestätigten mir auch einige ältere Kleingärtner, welche die Erfahrung mit dem Sparen am falschen Ende bereits gemacht hatten. „Hier haben die jüngeren Menschen eindeutig aus unseren Fehlern der Vergangenheit gelernt“ sagte Rentner und Kleingartenbesitzer Hans-Georg Rosentahl aus Köln-Buchforst. Toll findet Hans-Georg auch, dass inzwischen gerade Akademiker mit ihren Kindern hier her kommen. Das bringt hier ein ganz andere, neue Kultur rein, sagt er mir. Nicht mehr so verstaubt wie früher.

p.s.: ich überlege inzwischen selber mir einen Schrebergarten zuzulegen. Immerhin ist meine Tochter auch unterwegs. Sie würde sich bestimmt sehr freuen.