Montag, 30.03.2009, 08. Tag
Der achte Tag voller Überraschungen - wie im richtigen Leben.
Heute 01:11 Uhr in WKW:
“Hallo, mein Name ist Andreas Kleinhans und ich hatte gestern in Gevelsberg das Glück Siggi auf seinem Weg, kurz vor Hagen kennenlernen zu dürfen.
Er ist mir am Strassenrand durch sein kleines Schildchen aufgefallen und ich habe einfach spontan mal angehalten. Siggi (und auch sein Kameramann) war mir direkt sympatisch und auch seine Aktion finde ich sehr gut.
Ich selber war vor kurzem an der Gründung einer Selbsthilfegruppe mit ähnlicher Zielsetzung beteiligt (AgA Schwelm, Aktiv gegen Armut), denn ich finde auch, daß es Zeit ist etwas zu tun. Ich bin froh, daß ich Siggi denn auch in bescheidenem Maß unterstützen konnte, indem ich mich auf die Suche nach dem “verschollenen” Begleitfahrzeug gemacht habe und zum Glück haben wir es dann auch irgendwann gefunden.
Ich habe mit meiner Frau überlegt, wie ich es möglich machen könnte, Siggi spontan zu Fuß auf der Tour zu begleiten, leider geht es wegen der Kinder nicht, sonst wäre ich ab morgen tatsächlich mitgegangen. Ich finde es sehr schade, daß es nicht möglich ist, denn sowas ist genau mein Ding.
Ich hoffe, daß Siggi auf seinem Marsch viel Unterstützung bekommt und auch bald schöneres Wetter!
Von meiner Begegnung habe ich schon einige Leute informiert und ihnen nahegelegt, ihre Unterschrift zur Unterstützung abzugeben.
Ich danke Siggi und seiner Familie, die ihn so toll unterstützt und natürlich auch seinen anderen Helfern, daß er für eine bessere Zukunft unserer Kinder kämpft, weiter so, in Gedanken bin ich bei Dir.
…. das mit dem Begleitfahrzeug ist mir neu ;((, also doch eine kleinere Panne am gestrigen Tag, aber nur eine kleine;).
Axel und Siggi haben sich bei Manja wohl sichtlich wohlgefühlt, denn sie fuhren relativ spät weg und kamen gegen 12:00 Uhr in Hameln an.
Dort trafen sie, in einem Café sitzend, Reiner Beutler und Andreas Kleinhans (s.o.) an. Die beiden warteten dort seit 10:00 Uhr.
Das Team formierte sich und startete bei gutem Wetter, Sonne, leichte Bewölkung, 10 Grad, in Richtung Schwerte. Sie konnten sich in zweifacher Hinsicht auf Schwerte freuen; eine relativ kurze Tour mit 14 Kilometern; die Unterkunft und Verpflegung war gesichert.
Der Bürgermeister der Stadt Schwerte hatte veranlasst, dass ihnen zwei Zimmer in der städtischen Not-unterkunft in der Regenbogenstraße 15 kostenfrei zur Verfügung gestellt werden, außerdem wurden sie zu einer warmen Mahlzeit bei der Tafel in Schwerte, Ostenstraße 17, eingeladen.
Bevor Axel und Siggi die Dächer von Schwerte sehen konnten, wurden sie unterwegs von einem Presse-team der Ruhrnachrichten „aufgespürt“. Das Team wartete schließlich bis ca. 16:30 Uhr am Ortseingang Schwerte auf die beiden Wanderer zum Interview.
Schwerte - eine Stadt stellt sich vor. Schwerte,
landschaftlich reizvoll im Ruhrtal gelegen und
gleichzeitig verkehrsgünstig am Rande des
Ruhrgebiets, ist eine lebens- und liebenswerte
Stadt mit einem guten und breit gefächerten
Angebot sowohl für seine Bewohner als auch
für seine Gäste. Schwerte aktiv erleben.
Schwerte verfügt über ein umfangreiches
Freizeitangebot, das für jeden Geschmack
das Passende bereithält. Mehr…
Originalton Siggi: „Der Fotograf veranstaltete eine reine Fotohitparade“ ;). Na, da sind wir mal gespannt.. Der Bericht ist leider noch nicht eingestellt ;((.
Nach dem Interview fuhr das Presseteam Axel und Siggi zur Tafel in Schwerte.
Siggi war „von den Socken“. Sie wurden bereits erwartet, alle Anwesenden grüßten sie freundlich. Die Örtlichkeit erinnerte Siggi an ein Restaurant, mit „harmonischer Einrichtung“.
Zum Essen gab es eine deftige Lauchsuppe und frische Brötchen. Das Presseteam verabschiedete sich. Axel und Siggi unterhielten sich weiterhin mit den Leuten. Morgen sind sie zum Frühstück eingeladen.
Wo blieb Reiner?
Irgendwann klingelte das Handy von Axel. Reiner, der kein Handy besitzt und von einer Gaststätte aus anrief meldete, dass er bei der Fa. Opel stünde und jetzt zu ihnen stoßen würde.
Axel und Siggi begaben sich in Richtung Rathaus und trafen auf Reiner.
Sie erfuhren, dass Reiner die Tour leider unvorhergesehen abbrechen muss. Er fuhr heute noch mit dem Zug nach Hause. Wir danken Reiner an dieser Stelle für seine Hilfsbereitschaft.
Da waren´s nur noch zwei….
Siggi und Axel bekamen die Schlüssel für die „Notunterkunft“.
Wieder waren sie positiv überrascht. Sie nächtigen in einer kleinen 2-Zimmer-Wohnung mit Heizung und einer guten Einrichtung. Die Unterkunft wird kurzfristig Bedürftigen zur Verfügung gestellt, die Probleme mit ihrer Mietwohnung haben.
Wir bedanken uns an dieser Stelle ganz herzlich bei der Stadtverwaltung und dem Bürgermeister von Schwerte. Eine schöne Geste.
Axel hat leider wieder Blasen an den Füßen. Da er ab morgen das Begleitfahrzeug fährt, kann er sich ein wenig kurieren.
Kleine Zusammenfassung des 8. Tages:
Kurze Strecke, gutes Wetter, nettes Presseteam, sehr schöner Empfang bei der Schwerter Tafel, eine gute Unterkunft, unerwartete Rückreise von Reiner.
Wetter: Sonnig, leicht bewölkt bei 10 Grad, Pannen: Eine kleine mit Reiner ;), Blasen: Axel hat Probleme, Übernachtung: Ja.
Quelle: http://www.steuerschmiede-berlin.de
Netter Gruß
Der Sozialkämpfer aus Schleiden (Eifel)
soziales Weg für soziale Gerechtigkeit soziale Gerechtigkeit Kinderarmut Grundeinkommen ARGE Agentur für Arbeit

Dieser Eintrag wurde verfasst am Montag, 30. März 2009 um 03:21 und in der Kategorie Allgemeines und Sonstiges, Politik, Wirtschaft und Arbeit abgelegt. Antworten auf diesen Beitrag kannst du mit dem RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst außerdem einen Kommentar abgeben oder einen Trackback von deinem Blog senden.



21. Mai 2009 um 20:06
find das eine gute aktion. hut ab.
25. Mai 2009 um 01:57
Hallo toni
Und da dachte ich fast ich würde hier nur alleine im Blog sein.
Ja, eine gelungene Aktion, die auch fortgesetzt wird. Zur wird der “Weg für soziale Gerechtigkeit” auf dem Kunstsektor weitergeführt.
Alle diese Aktion nicht begleiten konnten, sind nun aufgefordert ihren Schritt für den Weg nach Berlin beizutragen. Dies in der Form eines einzigen Abdrucks ihres Fußes (sei es mit Tusche oder mit Kugelschreiber nachgezeichnet), den man einschicken kann. Die eingeschickten und mit Namen versehenen Abdrücke werden gesammelt nach Berlin geschickt, um die Forderung nochmals zu verdeutlichen.
Wir wissen ja, dass sich CDU und FDP nicht im Geringsten zur Aktion geäußert haben. Immerhin haben DIE LINKE, SPD und Die Grünen einen Empfang gegeben. Infos findest Du unter http://wfsg.3cast.net
Netter Gruß
Der Sozialkämpfer aus Schleiden (Eifel)
PS: Deine Seite http://www.stellenangebote-forum.de ?
25. Juli 2009 um 11:25
Sechs Gleichungen mit neun Unbekannten:
(001) Wer die Erklärung dieser Worte findet, wird den Tod nicht schmecken.
(044) Jesus sagte: Wer den Vater lästern wird, dem wird man vergeben; wer den Sohn lästern wird, dem wird man vergeben; wer aber den heiligen Geist lästern wird, dem wird man nicht vergeben, weder auf der Erde noch im Himmel.
(055) Jesus sagte: Wer nicht seinen Vater hasst und seine Mutter, wird mir nicht Jünger sein können. Und wer seine Brüder nicht hasst und seine Schwestern und nicht sein Kreuz trägt wie ich, wird meiner nicht würdig sein.
(105) Jesus sagte: Wer den Vater und die Mutter kennen wird, er wird Sohn der Hure genannt werden.
(106) Jesus sagte: Wenn ihr die zwei zu einem macht, werdet ihr Söhne des Menschen werden. Und wenn ihr sagt: “Berg, hebe dich hinweg!”, wird er verschwinden.
(113) Seine Jünger sagten zu ihm: “Das Königreich, an welchem Tag wird es kommen?” Jesus sagte: “Es wird nicht kommen, wenn man Ausschau nach ihm hält. Man wird nicht sagen: “Siehe hier oder siehe dort”, sondern das Königreich des Vaters ist ausgebreitet über die Erde, und die Menschen sehen es nicht.” ***
Sinnvolle Lösung:
Mutter = Summe aller Ersparnisse
Hure = Finanzkapital
Brüder und Schwestern = Sachkapitalien
Berg = Rentabilitätshürde
Tod = Liquiditätsfalle
Vater = Kreditangebot
Sohn = Kreditnachfrage
heiliger Geist = umlaufgesichertes Geld
Königreich = Natürliche Wirtschaftsordnung
Selbst wenn wir uns nur auf die obigen sechs Gleichnisse aus dem Thomas-Evangelium beschränken – gibt es noch eine andere Möglichkeit, diese sinnvoll zu interpretieren? Und wie hoch ist die Restwahrscheinlichkeit für eine andere Interpretation, wenn 10, 20, 50, 100 Gleichnisse auf die gleiche Art einen Sinn ergeben?
Wenn wir diese eine sinnvolle Interpretation als richtig ansehen, war der Prophet Jesus von Nazareth das größte Genie aller Zeiten, und er entdeckte tatsächlich die einzig denkbare Möglichkeit, wie Menschen wirklich zivilisiert zusammenleben können: das Grundprinzip der absoluten Gerechtigkeit als Basis für die ideale Gesellschaft.
Wäre Jesus dagegen nur der moralisierende Wanderprediger gewesen, zu dem ihn die “heilige katholische Kirche” machte, wüssten wir heute nicht einmal, dass es jemals einen Propheten dieses Namens gegeben hat! Denn die “Moral” ist eine irrelevante Größe: solange es möglich ist, einen unverdienten Knappheitsgewinn auf Kosten der Mehrarbeit anderer (Frucht vom Baum der Erkenntnis) zu erzielen, weil eine fehlerhafte Geld- und Bodenordnung die Gesellschaft zwangsläufig in Zinsgewinner und Zinsverlierer unterteilt, wäre selbst dann, wenn alle Menschen grundehrlich und auch noch hyperintelligent wären, der nächste Krieg – zwecks umfassender Sachkapitalzerstörung – unvermeidlich. Andererseits: sind – durch eine konstruktive Geldumlaufsicherung und ein allgemeines Bodennutzungsrecht – leistungslose Kapitaleinkommen eigendynamisch auf Null geregelt, bedeutet es prinzipiell das Beste für alle, wenn jeder Einzelne nur das Beste für sich anstrebt. Der Moralbegriff löst sich auf.
Der Krieg konnte nur solange der Vater aller Dinge sein, wie es noch keine Atomwaffen gab!
*** “Die Wirtschaftsordnung, von der hier die Rede ist, kann nur insofern eine natürliche genannt werden, da sie der Natur des Menschen angepasst ist. Es handelt sich also nicht um eine Ordnung, die sich etwa von selbst, als Naturprodukt einstellt. Eine solche Ordnung gibt es überhaupt nicht, denn immer ist die Ordnung, die wir uns geben, eine Tat, und zwar eine bewusste und gewollte Tat.”
Silvio Gesell, Herbst 1918, Vorwort zur 3. Auflage der NWO