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Köln: Freie Wähler fordern Sofortmaßnahmen und Planungssicherheit für Sportvereine.

(Köln / Rodenkirchen) Die FREIEN WÄHLERN beantragen in der Juni-Sitzung der Bezirksvertretung von Rodenkirchen Sofortmaßnahmen zur Unterstützung der Sportvereine in Köln. Bezirksvertreter Torsten Ilg kritisiert die lange Hallenbelegung durch Flüchtlinge: „Die Kölner Sportvereine werden viel zu lange im Regen stehen gelassen. Es gibt kein verbindliches Konzept zum Freizug der Hallen und somit keine Planungssicherheit für die Vereine. Infolge des Ausfalls haben diese mit Austritten und der Verweigerung von Mitgliedsbeiträgen zu kämpfen“. Ilg nimmt dabei Bezug auf eine aktuelle Pressemitteilung des Stadtsportbund Köln, der u.a. das Fehlen von „Leichtbau-Hallen“ bemängelt. Laut Landessportbund haben die Vereine teilweise bis zu 30 Prozent ihrer Mitglieder verloren.  

Die FREIEN WÄHLER fordern in ihrem Antrag die Stadtverwaltung und den Rat der Stadt Köln eindringlich auf, auf Landes- und Bundesebene darauf hinzuwirken, dass gemeinsam Maßnahmen ergriffen werden die Kölner Sportvereine aufgrund der Flüchtlingskrise noch stärker zu unterstützen, damit der Sportbetrieb wieder in vollem Umfang betrieben werden kann und somit auch die Existenz vieler Vereine erhalten bleibt. Berücksichtigt werden sollten dabei eine beschleunigte Umsetzung geplanter Ersatzquartiere für Flüchtlinge in sogenannten „Leichtbau-Hallen“. Die Bereitstellung mobiler Traglufthallen um wenigstens übergangsweise den normalen Trainingsbetrieb aufrecht erhalten zu können. Die Übernahme von Ausfallkosten bei ruhenden Mitgliedsbeiträgen. Eine komplette Befreiung der Kölner Sportvereine von den Hallengebühren bis zum endgültigen Freizug der Sportstätten. Die Erarbeitung eines verbindlichen Plans zum schrittweisen Freizug der Sporthalle Mainstraße, damit die Vereine in Rodenkirchen Planungssicherheit bekommen.

Torsten Ilg sieht im Sport auch ein wichtiges integratives Element: „Auch die Vereine im Stadtbezirk von Rodenkirchen leisten einen erheblichen Beitrag zur Integration. Der Breitensport ist ein wichtiges Integrationsmodell für die Zukunft, denn in vielen Vereinen gibt es auch Flüchtlingskinder, die dort trainierten und das jetzt nicht mehr können“, so Ilg in einer aktuellen Pressemitteilung.

Kölner Moschee weiter leer: Freier Wähler fordert Übergangslösung für Flüchtlinge.

(Köln) Wie der Kölner Stadtanzeiger heute berichtet, ist eine volle Nutzung der Ehrenfelder Großmoschee noch lange nicht in Sicht. Dies hat der Kölner Kommunalpolitiker der Freien Wähler Torsten Ilg zum Anlass genommen, seinen Vorschlag für eine „übergangsweise Nutzung“ des Ehrenfelder Gebäudekomplexes zur Unterbringung von Flüchtlingen prüfen zu lassen. Allerdings nur auf freiwilliger Basis und wenn der muslimische Betreiber der Gemeinde dies ausdrücklich vorschlägt.

Torsten Ilg vor Moschee„Ich habe bereits in der Bezirksvertretung Rodenkirchen nach möglichen Nutzungsmöglichkeiten von Gebäuden der muslimischen Gemeinden gefragt. Also auch Gebetsräume und Moscheen. Bislang blieben entsprechende Anfragen unbeantwortet. Inwieweit die Ehrenfelder Moschee infrage käme weiß ich nicht. Allerdings wurde ja eine „Teil-Inbetriebnahme“ vom Betreiber der Moschee bereits angekündigt. Ich gehe davon aus, dass man das Gebäude aus rechtlicher Sicht durchaus nutzen könnte.“

Das fünfstöckige Gebäude soll ca. 1..200 Gläubigen Platz bieten. Neben den Gebetsräumen sind im Gebäudekomplex auf rund 16.500 m² Nutzfläche eine Bibliothek, Schulungs- und Seminarräume, Flächen für Geschäfte und Dienstleistungsbetriebe und eine Tiefgarage vorgesehen. Derzeit wird nur ein Bruchteil dieser Fläche wirklich genutzt. Gleichzeitig ist die Stadt Köln angesichts der großen Flüchtlingskrise kaum noch in der Lage, ausreichend Wohnflächen für alle Menschen bereit zu stellen. Ilg fand bislang wenig Unterstützung für seinen Vorstoß:

„Wir kommen nicht umhin, Zwischenlösungen in Betracht zu ziehen. Leider fehlt den etablierten Parteien im Rat der Stadt Köln, aber auch in den Bezirksvertretungen der Mut, diese Hilfe auch von Kirchen und anderen Glaubensgemeinschaften abzuverlangen. In Oberhausen und anderen Städten gibt es bereits Kirchen, die mit gutem Beispiel voran gehen und sogar in Gotteshäusern Flüchtlinge einquartieren.“

Wie der Stadtanzeiger berichtet, ist über sechs Jahre nach der Grundsteinlegung der Gebetsraum immer noch nicht fertig. Einen konkreten Eröffnungstermin nennt der Betreiber die Ditib-Gemeinde ebenfalls nicht, wohl um den Termin nicht erneut nach hinten verschieben zu müssen. Vielleicht können sich die muslimischen Gemeinden sich ja doch vorstellen, übergangsweise das Gebäude wenigstens zur Unterbringung z.B. von syrischen Flüchtlinge zu öffnen?

Köln: Kommunalpolitiker der Freien Wähler möchte muslimische Flüchtlinge in Räumen der Moschee unterbringen.

(Köln) Der Bezirksvertreter der Kölner Freien Wähler in Rodenkirchen Torsten Ilg, erwartet angesichts der dramatischen Entwicklung in Sachen Flüchtlinge endlich Antworten auf seine Anfragen in der Bezirksvertretung von Rodenkirchen.

Neben der Nutzung des katholischen moschee_IlgKlosters Kalk, sieht Ilg auch die Muslime stärker in der Pflicht. Für Torsten Ilg ist die zögerliche Hilfe übergeordneter politischer Greminen ein Skandal:

„Ich habe bereits im März 2015 nach konkreten Gebäuden des Bundes und des Landes NRW gefragt, die wir im Kölner Süden zur Unterbringung von Flüchtlingen kostenfrei nutzen können, bislang ohne Antwort. Des weiteren habe ich nach möglichen Nutzungsmöglichkeiten von Gebäuden der muslimischen Gemeinden gefragt. Also auch Gebetsräume und Moscheen. So bleibt derzeit z.B. in Ehrenfeld die Moschee aufgrund baulicher Mängel fast ungenutzt. Vielleicht können sich die muslimischen Gemeinden vorstellen, übergangsweise das Gebäude wenigstens zur Unterbringung syrischer Flüchtlinge zu öffnen? Das fünfstöckige Gebäude soll ja ca. 1..200 Gläubigen Platz bieten. Neben den Gebetsräumen sind im Gebäudekomplex auf rund 16.500 m² Nutzfläche eine Bibliothek, Schulungs- und Seminarräume, Flächen für Geschäfte und Dienstleistungsbetriebe und eine Tiefgarage vorgesehen. Derzeit wird nur ein Bruchteil dieser Fläche wirklich genutzt. Viele muslimische Flüchtlinge würden sicher lieber dort eine Übergangsbleibe finden, als beispielsweise in einem christlichen Kloster. Auch diese Frage wurde seitens der Verwaltung immer noch nicht beantwortet. Die Bereitstellung des katholischen Klosters in Kalk ist eine wichtige Unterstützung, aber leider nur ein Tropfen auf den heißen Stein: „Ich erachte es zudem als befremdlich, dass die Stadt die Nutzung dieses Angebots der katholischen Kirche durch Vorgaben und Vorschriften verschleppt hat.“ 

Torsten Ilg möche in der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung nochmals nachhaken. Auch zum Thema Muslime. Die Ehrenfelder Moschee bleibt aufgrund baulicher Mängel bis heute geschlossen. Der Bezirksvertreter der Freien Wähler würde auch eine Nutzung dieses riesigen Gebäudes im Kölner Norden gerne prüfen lassen:

„Als Bezirkspolitiker von Rodenkirchen sind mir hier natürlich Grenzen gesetzt. Auch möchte ich die Kollegen in Ehrenfeld nicht in Verlegenheit bringen. Aber angesichts der dramatischen Entwicklung muss ich diese Frage einfach stellen. Gerade Rodenkirchen leistet bereits einen großen Beitrag zur Entschärfung der Lage“,

so Ilg in einer aktuellen Pressemitteilung.