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Köln/Freie Wähler: Jüdisches Museum: „Das ungeliebte Kind sucht einen Namen – wie wär´s mit weißer Elefant?“

(Köln) Bereits einen Tag nachdem Ratsherr Walter Wortmann von den Freien Wählern die städtische „Promotion-Aktion“ als Ablenkungsmanöver für eine „mangelhafte Konzeption des Projekts“ öffentlich kritisiert hat, bekommt er nun auch Unterstützung von seinem politischen Mitstreiter Torsten Ilg aus Rodenkirchen, der folgendes ergänzt:  „Wenn jetzt plötzlich das Volk über einen Namen für dieses ungeliebte Museumsgebäude entscheiden soll, nachdem im Vorfeld eine echte Bürgerbeteiligung zum Standort und zur Konzeption des Baus, sowie zu möglichen Alternativen verweigert wurde, könnte der Schuss für die Initiatoren nach hinten losgehen. Der Kölner ist bekanntlich sehr kreativ bei der Namensfindung für „ungeliebte Kinder“, denken wir mal an das „Papageienhaus“ an der Herkulesstraße.“

Jüdisches Museum Freie Wähler Köln

Torsten Ilg hätte auch schon eine Idee für einen passenden Museumsnahmen: „Wie wäre es mit „weißer Elefant“ ? Im englischen Sprachraum spricht man von einem weißen Elefanten, wenn eine Sache mehr Ärger macht als sie Nutzen bringt. Berühmte Beispiele für „weiße Elefanten“ findet man übrigens auch in Israel. „The white elephant“, nennen die Einwohner von Tel Aviv ihren alten Busbahnhof, der dort im Planungsirrsinn Ende der 1980-er Jahre entstand. Der Busbahnhof ist von außen ein fensterloser Koloss, von dessen obersten Stockwerken sich Auffahrten wie graue Riesenschleifen in das Stadtbild fressen. Womit wir wieder beim Anknüpfungspunkt wären. Auch den Kölner FREIEN WÄHLERN liegt das jüdische Erbe unserer Stadt sehr am Herzen. Aber das Gebäude war und ist, nach wie vor heftig umstritten. Man sollte meinen, unsere Stadtverwaltung hätte von ihren Fehlern gelernt. Es tut mir Leid, aber diese späte „Placebo-Bürgerbeteiligung“ bei der Namensfindung, wirkt auf mich unfreiwillig komisch“, so Torsten Ilg in einer aktuellen Pressemitteilung.