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Köln / Freie Wähler: Der Einzelhandel stirbt, weil Parkplätze fehlen und das Internet bequemer ist!

(Köln Innenstadt/Rodenkirchen) Die Kölner FREIEN WÄHLER (FWK) haben zu den Problemen des Einzelhandels, sowie fehlender Parkplätze in der Innenstadt und in den Außenbezirken, jetzt eine öffentliche Debatte angestoßen. Der Einzelhandel hat die Konkurrenz durch den Online-Handel im Weihnachtsgeschäft 2017 hart zu spüren bekommen. Detlef Hagenbruch ist Sprecher der FWK Innenstadt und sitzt für seine Wählergruppe auch im Landschaftsverband Rheinland (LVR). Er ist sich sicher, dass die große Parkplatznot insbesondere an Freitagen und Samstagen in der Innenstadt, sukzessive zur Abschwächung von Umsätzen geführt haben. 

„Stop and go nur für ein Weihnachtsgeschenk? Das tut sich doch kein Auswärtiger mehr an. Außerdem wird die ungebremst vorgesehene Vertreibung der Autofahrer aus dem Innenstadtbereich und speziell in der Altstadt, den Niedergang des Qualitäts-Einzelhandels noch beschleunigen. Spielzeug, Uhren, Elektronik, Bekleidung, Bürobedarf usw., werden selbst im engsten Familien-und Freundeskreis heute per Internet bestellt. Freunde aus dem Bereich Neuss und Solingen, die früher nach Köln fuhren , sind nach Düsseldorf abgewandert. Warum? Weil ihnen offenbar Köln als Einkaufsstadt und zum Verweilen nicht mehr als geeignet erscheint.“ 

Ähnlich sieht es auch Torsten Ilg, der für die FREIEN WÄHLER in der Bezirksvertretung von Rodenkirchen vertreten ist:

„Der Einzelhandel stirbt, auch weil Parkplätze und Straßen massiv zurückgebaut werden. Große Quartiersgaragen, die immer wieder ins Gespräch kommen und die FREIEN WÄHLER unlängst im Bezirk Rodenkirchen nahe der Südstadt gefordert haben, werden entweder nicht gebaut, oder von den Grünen, CDU und SPD abgelehnt. Eine traurige Folge dieser Politik ist das Ausbleiben der Kunden beim Weihnachtsgeschäft 2017. Hinzu kommt das Problem, dass viele Hausbesitzer früher selbst Einzelhändler waren und auf die Mieteinnahmen abgewiesen sind. Viele haben niedrige Renten und können sich sinkende Mieten und Leerstand nicht leisten“ 

Anders als in der Innenstadt, seien die Gewerbemieten in Rodenkirchen eher moderat. In den 1-A Lagen auf der Hohe Straße oder der Breite Straße werde es aber zunehmend problematisch.

Wer kann sich denn in Köln noch die Mieten in 1-A Lagen leisten, außer den „Freßbuden“ und Filialisten. Dieser Trend wird die Einkaufsstraßen von morgen zerstören.

Trotzdem wird die Entwicklung gerade die Randlagen besonders treffen. Auf dem Maternusplatz in Rodenkirchen werde man zwar jetzt die Brötchentaste einführen, diese Maßnahme sei aber nur ein Tropfen auf den heissen Stein und zudem ausgesprochen bürokratisch.

„Wie will man den das kontrollieren? 15 Minuten sind viel zu kurz. Ich bin mir sicher, dass es darüber noch heisse Diskussionen zwischen genervten Kunden und dem Ordnungsamt geben wird. Auch mit der Tiefgarage unter dem Maternusplatz erreiche man nur einen Teil der Kunden. Ihre Nutzung erscheint vielen Kunden entweder zu teuer, oder zu zeitaufwendig. Die bequemste und billigste Alternative scheint leider für viele das Internet zu sein. Wenn die Politik nicht bald gegensteuert, werden wir in 5-10 Jahren massive Leerstände auch in Rodenkirchen zu beklagen haben“, so Ilg.

Die FREIEN WÄHLER haben die Verwaltung deswegen nach Maßnahmen gefragt, die den Einzelhandel mit lokalen „Online-Portalen“, ebenfalls im Internet konkurrenzfähig macht. Die Antwort der Verwaltung war eher unbefriedigend. Zwar kenne man solche Modelle, die Stadt fördere sie aber nicht mit öffentlichen Geldern. Auch habe man keinen Antrag auf Zuteilung von Fördermitteln des Landes NRW gestellt, die andernorts bereits zum Aufbau solcher Online-Portale für Einzelhändler genutzt werden. Köln setzt offenbar lediglich auf die herkömmlichen Mittel zur Kundenbindung. So habe man schließlich die „Eislaufbahn“ auf dem Maternusplatz zur Winterzeit städtisch gefördert. Die Freien Wähler sind entsetzt über die Arglosigkeit der Stadt:

„So rennen wir sehenden Auges in die Katastrophe. Wenn Köln es nicht schafft hier mit frischen Ideen und einem starken Bekenntnis zu unseren örtlichen Händlern umzusteuern, dann wird der Einzelhandel die Wende nicht schaffen“, so die einhellige Mahnung von Ilg und Hagenbruch von den Kölner Freien Wählern. (Quelle: FWK)

Köln / Rodenkirchen: Freie Wähler kritisieren „autofeindliche Politik“ der Kölner Parteien.

„Ihre Verkehrspolitik ist zutiefst widersprüchlich und im Kern autofeindlich“, kommentiert Bezirksvertreter Torsten Ilg von den FREIEN WÄHLERN zwei verkehrspolitische Anträge der anderen Parteien in der Bezirksvertretung von Rodenkirchen:                                                         „Noch im Februar forderte die SPD in einem Antrag die konsequente Verfolgung illegal parkender Autos auf den Gehwegen im ganzen Stadtbezirk. Und zwar ohne zu differenzieren, ob es nicht im Einzelfall durchaus Sinn macht das Parken auf Gehwegen zu legalisieren, wie z.B. in Zollstock auf der Homburger Straße. Dort fehlt nämlich Parkraum, wie einige Anwohner der Genossenschaftswohnungen entlang der Vorgebirgstraße beklagt haben. Wir Freien Wähler wollten das deshalb dort legalisieren, CDU und SPD waren dagegen. Jetzt plötzlich fordern SPD und CDU Maßnahmen, die das Parken auf allen Gehwegen von Rodenkirchen regeln sollen. Das ist grotesk und steht im Widerspruch zum  Abstimmungsverhalten beider Parteien im Februar. Auch die Verwaltung kritisiert diesen verkehrspolitischen „Schlingerkurs“, weil die Maßnahme Personal bindet und Kosten erzeugt. Am Ende würden Parkplätze dadurch sogar fehlen. Eine glatte Mogelpackung also.“

Torsten Ilg (Freie Wähler) „Rodenkirchen ist nicht die Kölner Innenstadt!“

Die Kölner FREIEN WÄHLER sind auch weiterhin für die großzügige Duldung des Parkens auf jenen Gehwegen, die breit genug dafür sind. „Das hat sich für Rodenkirchen bewährt. Wir sind hier nicht in der Innenstadt. Wir setzen auf Pragmatismus und Menschenverstand. Deswegen lehnen wir in diesem Zusammenhang auch den Antrag von FDP und GRÜNEN ab, der stadtauswärts eine komplette Verlagerung des parkenden Verkehrs an der Alteburger Straße/Ecke Klerschweg auf die Fahrbahn beinhaltet. Im Kreuzungsbereich zum Bayenthalgürtel fallen dadurch aufgrund der Ampel Parkplätze weg. Außerdem benötigt die Feuerwehr für ihre Ausfahrt an der Alteburger Straße einen großen Wendekreis, den parkende Autos verengen würden. Das ist gefährlich.“

Beide Anträge belegen aus Sicht von Torsten Ilg die planlose und im Kern autofeindliche Verkehrspolitik der anderen Parteien. Ziel sei es, die „knallharte Verbannung“ von Autos aus dem Stadtbild von Rodenkirchen nach dem Vorbild der Innenstadt vorzubereiten.

„Wir FREIEN WÄHLER machen da nicht mit“, stellt Ilg klar.

Parken in Zollstock: Freie Wähler verhindern weitere Verschärfung der Situation

„Durch die FREIEN WÄHLER wurde eine weitere Verschärfung der Parksituation in Zollstock in letzter Sekunde verhindert“,

kommentiert FWK-Bezirksvertreter Torsten Ilg das Ergebnis einer spannenden Abstimmung in der letzten BV-Sitzung von Rodenkirchen.
Die GRÜNEN in der BV Rodenkirchen forderten ein radikales Durchgreifen gegen „Falschparker“ und bislang geduldetes Parken auf breiten Gehwegen. Die FREIEN WÄHLER forderten stattdessen mit einem Änderungsantrag, mehr legale Parkplätze durch schräg angeordnete Parkbuchten.

mehr-parkplaetze-in-zollstock-do-krisste-en-aapZwar fand der Änderungsantrag der freien Wähler, mit Schrägparken mehr dringend benötigte Parkplätze für die Anwohner zu schaffen, keine Mehrheit. Aber auch die Grünen konnten sich mit ihrer anwohner-feindlichen Absicht nicht durchsetzen.
Deshalb bleibt in Zollstock erst einmal alles so wie es ist. Schade, dass es nicht besser wird.
„Die GRÜNEN  wollten die Not der Anwohnerbestrafen. Wer zu spät von der Arbeit kommt hat Pech gehabt und findet keinen Parkplatz und ist gezwungen, weite Wege in Kauf zu nehmen. Außerdem treiben die GRÜNEN durch die Erhöhung des Parkdrucks die Preise für Tiefgaragenplätze in die Höhe. Das ist zutiefst unsozial. Wenigstens das konnten wir verhindern. Für die Anwohner hätte die Situation durch Schrägparken verbessert werden können. Leider zogen die Anderen hier nicht mit“, so Ilg.

Köln: Verkehrspolitik in Köln: „Der Süden wird ausgebremst“.

 Ein aktuelle Interview mit Torsten Ilg von den FREIEN WÄHLER

von Sandra Seilachinterview-seite1

Interview mit Torsten Ilg FREIE WÄHLER

Interview mit Torsten Ilg FREIE WÄHLER

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Köln/Freie Wähler: Großräumige Beruhigung der Innenstadt ist bürgerfern. „Todesstoß für die Veedelskultur“.

Köln/Rathaus | Die schwarz-grünen Pläne zur kompletten Ausweitung der Fußgängerzone stoßen bei den Kölner FREIEN WÄHLERN auf deutliche Kritik. Vor allem der Wegfall von mehr als 100 Parkplätzen entlang der Straßen wird kritisiert:

torsten-und-walter„Wir unterstützen eine Verkehrsplanung, die Rad und Fußgänger mit in Betracht zieht; wir verweigern aber unsere Zustimmung, wenn durch Hinterzimmerpolitik eine ganze Innenstadt schleichend verkehrsberuhigt werden soll. Da wackelt der Schwanz mit dem Hund. Die Mehrheit denkt anders, so Walter Wortmann, MdR FWK. Für ihn und seinen Kollegen in der BV-Rodenkirchen Torsten Ilg, hätte dies auch negative Auswirkungen auf die zukünftige Bevölkerungsstruktur der Altstadt. So fürchtet Ilg die komplette Entmietung der oberen Etagen wie auf der Hohe Straße, weil dort kaum ein Mensch mehr leben werde der auf das eigene Auto angewiesen sei, oder die hohen Mieten nicht mehr tragen könne: „Zum Wohnkomfort gehören nämlich auch Stellplätze, z.B. für Elektro-Autos. CDU und Grüne geben der gewachsenen Veedelskultur in der Altstadt endgültig den Todesstoß und setzen auf Partymeile und Tourismus pur“.

„Die Altstadt wird am Ende nur noch Party-, und Tourismusmeile sein !“

Torsten Ilg ist ein entschiedener Befürworter einer Verkehrspolitik, die von der CDU seit ihrem Bündnis mit den GRÜNEN inzwischen aufgegeben wurde: „Zukunft hat nur das partnerschaftliche Miteinander aller Verkehrsteilnehmer. Grüne und CDU setzen stattdessen einseitig auf die autofreie Innenstadt und werden diesen Kurs auch auf die Stadtbezirke ausweiten. So wurde in Rodenkirchen gegen das Votum der FREIEN WÄHLER, mehrheitlich die Umsetzung eines Radverkehrskonzepts beschlossen, welches den absoluten Vorrang für Radfahrer, auch auf den Hauptverkehrswegen vorsieht. Angesichts der törichten Rückbaupläne für die Bonner Straße, werden wir im Kölner Süden den totalen Verkehrskollaps durch Ausweichverkehr in die Seitenstraßen erleben“.